Ich hatte seit langem mal wieder einen Auftrag beim Kunden, wo ich mit dem Flugzeug reisen durfte. In Hamburg Fuhlsbüttel werden, meines Wissens nach als einzigem Flughafen in Deutschland, die Körperscanner oder liebevoll von der Presse auch Nacktscanner genannt, getestet.
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Ich hatte seit langem mal wieder einen Auftrag beim Kunden, wo ich mit dem Flugzeug reisen durfte. In Hamburg Fuhlsbüttel werden, meines Wissens nach als einzigem Flughafen in Deutschland, die Körperscanner oder liebevoll von der Presse auch Nacktscanner genannt, getestet.
Man möchte schließlich die Technik live erleben und sich selber ein Bild machen, was man genau sieht. Daher stellte ich mich in eine Körperscannerreihe an, die in Hamburg Reihe 3 und 7 sind.
Zuerst merkte ich, dass aus zwei Warteschlangen im Reißverschlussverfahren eine Reihe wurde. Dadurch erhöhte sich zum einen die Wartezeit. Eine zweite Verzögerung entstand in den vereinzelten Doppelprüfungen.
Ich war also irgendwann dran und musste echt alles ablegen: Gürtel, Uhr und sogar Taschentücher sollte ich aus den Taschen entfernen. Das ist schon ein Rückschritt fand ich, aber mir wurde vom Personal erklärt, dass die Anlage schließlich noch im Probelauf sei und sehr sensibel eingestellt ist. Ich hatte zwar gehofft, dass ich selbst die Jacke anbehalten könne, aber das war letztlich nicht der Fall.
Der grosse Moment kam und ich musste in die Kabine. Der Eingang ist recht eng, aber ich passte durch. Dann sollte ich mich auf die Markierung stellen, die Arme heben und mich 3 Sekunden nicht bewegen. Die Messarme oder wie sie heissen, drehen sich nicht komplett um einen herum, also ist für Personen mit Klaustrophobie zu keiner Zeit der Ein- bzw. Ausgang versperrt.
Als ich aus der Kabine trat, sah ich mein "Bild". Es war eine schematische Darstellung von mir und als Markierungen waren meine Arme bedeckt. Im Vorweg wurde mir das Entfernen der Taschentücher damit erklärt, dass das System auf Falten "achten" würde. Das erklärte auch meine Anzeige. Im Gegensatz zum gewohnten Bild hatte ich ein langärmliges Hemd an. Somit wurde ich zusätzlich klassisch mit dem Handgerät überprüft.
Mein Fazit zum Körperscanner lässt sich einfach zusammenfassen. Die Technik steckt noch stark in den Kinderschuhen und bringt für den Fluggast derzeit noch viel Zeitverlust. Die Fehlerquote scheint hoch, da viele Leute mehrfach gescannt bzw. manuell überprüft wurden. Ich denke aber, dass dieser Punkt sicher beseitigt werden könnte.
Ob es dadurch aber mehr Sicherheit geben wird, wage ich persönlich zu bezweifeln.
PS: Als ich den Namen des Flugzeuges sah, wusste ich, dass der Flug super wird. Das Wetter in Hamburg war einfach traumhaft und in Stuttgart war leichter Morgennebel.