FidoNet
10. Januar 2010 um 11:02 Uhr
Ich bin ja nun doch schon ein/zwei Tage älter und habe daher auch so einiges an PC-Geschichte miterlebt, aber an eines kann ich mich noch besonders gut erinnern. Diese Erinnerung gilt dem FidoNet.
Damals war ich 16 und das Internet war entweder noch nicht groß öffentlich bekannt oder keine Ahnung. Auf jeden Fall hatten wir damals als große Neuerung einen ISDN-Anschluss daheim bekommen und somit bekam mein PC eine “eigene” Leitung. Ich hatte damals eine TELES-ISDN-Karte und war somit sehr mobil unterwegs.
Das war auch meine Zeit, wo ich die BBS (Bulletin Board System oder Mailboxen) für mich entdeckt hatte. Damals war meine “Homebase” die Mailbox Seneca (wenn ich mich an den Namen richtig erinnere) in Greifswald. Den SysOp (also Betreiber) hatte ich auch mal persönlich auf einer Klassenfahrt getroffen, da wir uns gezielt verabredet hatten.
Warum erzähle ich das jetzt alles eigentlich? Das ist ganz einfach. Es gibt viele “Personensuchmaschinen” und eine davon ist yasni. Dort habe ich doch glatt einen Eintrag aus dem Jahre 1995 von mir gefunden, den ich über das FidoNet geschrieben habe. Das finde ich doch schon richtig erstaunlich. Und ich weiß genau, dass ich es war, weil die Absenderadresse nämlich @p16.f9035.n240.z2.fido.sub.org lautet. Jetzt muss man wissen, wie diese Adresse aufgebaut ist.
Das kann ich nur bedingt, aber das P16 sagt aus, dass es sich um den Point 16 handelt. Ich weiß noch genau, als ich mir in Seneca eine “Adresse” zugelegt hatte, wollte ich der Point 16 sein, weil ich damals so alt war. Daher weiß ich genau, dass diese Adresse meine ist. Außerdem hab ich meinen Schreibstil wiedererkannt.
Was beweist uns das also? Schreibe nichts ins Internet, was du nicht Jahre später noch über dich finden möchtest. Ich hatte schon oft nach der alten Mailbox gesucht, aber scheinbar ist nie eine Homepage daraus geworden. Wollte nämlich mal dem SysOp schreiben. Vielleicht findet er mich ja jetzt.
Schlagworte: anklam, erfahrungen