Übernachtung mit Design
9. Dezember 2009 um 22:46 Uhr von +Peter Siegmund
Es ist immer sehr spannend zu sehen, was man so alles erlebt, wenn man einen Blog hat. Am 1. Dezember bekam ich nämlich eine nette eMail über diesen Blog mit dem folgenden Inhalt:
Hallo Herr Siegmund,
hätten Sie vielleicht Interesse an einer kostenlosen Übernachtung in einem neuen Hamburger Designhotel (kurzfristig) und Lust, darüber in Ihrem Blog zu schreiben?
Wir [...] laden Blogger gerne zu kostenlosen Produkttests ein. Ich freue mich auf Ihre Antwort, per E-Mail oder gerne auch telefonisch…
So etwas mache ich doch gerne mit. Nachdem wir uns via eMails ausgetauscht hatte, wurde mir eine Übernachtung von Freitag auf Samstag bestellt und ich war total aufgeregt, was mich denn bei einem Designhotel erwarten würde. Nach Feierabend fuhr ich also ins “All Seasons Hamburg City Nord” (gehört zu Accor).
Natürlich hatte ich mich vorbereitet und somit erfahren, dass es sich um ein neues Konzept mit den Designhotels handeln würde, aber eine wirkliche Vorstellung darüber hatte ich trotzdem nicht. Leider habe ich keinen fahrbaren Untersatz (Kleiner Tipp: Ich teste auch gerne Autos. *grins*) und daher bin ich mit dem öffentlichen Nahverkehr bis zur Hamburger Strasse (U3) gefahren. Dank GPS im iPhone konnte ich dann auch das Hotel finden, was aber nicht nötig ist. Ein Blick kurz vorher auf der “klassischen” Karte hätte auch gereicht um es zu finden.
Dort angekommen, wurde ich mit einem Schild vor dem Eingang begrüßt: Zimmerpreis pro Nacht 115,- EUR. Die Recherchen hatte auch etwas von Low Budget Designhotel gesagt, aber wahrscheinlich darf ich das nicht mit den Dienstreisen in die kleinen Orte früher vergleichen, wo ein Familienhotel pro Nacht 64,- EUR verlangt hatte. Also betrat ich die Empfangshalle und wurde sogleich vom super netten Rezeptionist (ich hoffe es gibt dafür keinen englischen Begriff) empfangen.
Es wurde mir erklärt, dass von 6 Uhr bis 10:30 Uhr Frühstück serviert wird und Festnetzgespräche deutschlandweit kostenfrei sind. Alleine dieser Punkt spricht schon für das Hotel, zumal man heute eine Festnetzflat nachgeworfen bekommt. Außerdem gibt es im gesamten Hotel kostenloses WLAN. Dieser Punkt ist für mich als iPhone-User auch nicht gerade unspannend, denn mit einem Tarif, der mit UMTS nur 300MB erlaubt, sind Alternativen gern gesehen.
Ich bezog daraufhin mein Zimmer in der dritten Etage. Da merkte ich, was Designhotel bedeutet. Es gab keinen echten Schreibtisch im Zimmer, aber dafür ein großes Doppelbett und einen Tisch, der über das Bett reichte. (Kennt jemand den Fachbegriff dafür?) Außerdem gab es einen Flatscreen-Fernseher, wobei ich dieser Technik für das analoge Fernsehen eher skeptisch gegenüberstehe. Zum Glück sah mich niemand, denn ich hielt das Telefon zuerst für die Fernbedienung des Fernsehers, obwohl diese direkt auf dem Gerät lag. Das Bad war nicht gerade riesig, aber es war eine Dusche drin. Hier hätte ich mir eine Wanne gewünscht, aber die wird selten geboten.
Jetzt kam die große Enttäuschung, denn ich bekam auf dem Bett kein WLAN. Ich hatte extra den Prospekt von unten mit hoch genommen und dort wurde groß “Das Hotel in dem man überall kostenlos surfen kann.” angepriesen und weiterhin stand dort “[...] und ermöglicht es, Ihr Hotelzimmer zu Ihrem virtuellen Büro zu machen.” Das war mir leider nicht möglich. Der Internetanbieter dieser all seasons Hotels ist m3 connect und die Servicerufnummer wollte ich dann doch nicht anrufen. Also entschied ich mich für den Weg nach vorne und wollte zur Rezeption gehen. Also iPhone geschnappt (findet schneller WLAN als mein Laptop) und aus dem Zimmer raus. Auf einmal hatte ich WLAN. Also wieder zurück ins Zimmer -> Funkloch.
Na super. Ich sitze also in einem Zimmer, welches scheinbar so stark abgeschirmt ist, dass dort kein WLAN-Empfang war. Daher ging ich wirklich runter. Der Rezeptionist konnte mir auf die Schnelle auch nicht helfen, also rief er den Support an. Hier dann das übliche Bild: “Warteschleife…”. Als jemand am anderen Ende abnahm, gab er mir nach einem kurzen Gespräch den Hörer und ich erklärte mein Problem. Der Techniker schaute auf seinen Lageplan des Hotels und meinte dann: “Ja, in der 3. Etage ist nur ein Hotspot eingerichtet und in den anderen beiden Etagen sind jeweils 2 installiert.” Es gab somit zwei Möglichkeiten: 1. Zimmerwechsel oder 2. Systemneustart. Was aber ein Ausfall für das gesamte Hotel bedeutet hätte und keine Garantie bedeutete.
Es war zum Glück noch ein Zimmer in der zweiten Etage frei und ich prüfte vor dem Wechsel den Empfang. Diesmal klappte es auch. Dieses neue Zimmer war das komplette Gegenteil vom ersten. Ich hatte zwei getrennte Betten und sogar eine Wanne (leider ein wenig zu kurz) im Bad. Im Großen und Ganzen war dieses Zimmer sogar größer. Ich brachte also meine Sachen in das neue Zimmer und freute mich auf die Nacht, die ich in den schönen Betten verbringen sollte.
Wer mich kennt, weiß dass ich gerade alle “Seinfeld”-Folgen (9 Staffeln und insg. 32 DVDs) sehe und da gab es auch eine Folge im Hotel, wo Georg beim Zimmermädchen anmerkte, dass sie doch die Decke am Fußende nicht festmachen sollte. Als ich Abends unter meine Decke schlüpfte, musste ich genau an diese Scene denken, denn meine Decke war festgemacht.
Die Nacht war super toll und durch die sehr blickdichten Vorhänge hab ich nicht mitbekommen, wie spät/früh es eigentlich ist. Den Vorteil, den ich noch Abends für mich ausgemacht hatte “Links und Rechts neben dem Hotel sind Discounter”, hatte morgens einen bitteren Beigeschmack. Ich bin mir nicht sicher, ob es durch die Discounter kam oder durch das Hotel, aber es muss ein LKW gewesen sein, der den Motor hat laufen lassen. Dummerweise hatte ich das Fenster nachts über offen gelassen.
Kurz vor 9 Uhr wurde ich dann durch meinen Wecker geweckt und freute mich auf das Frühstücksbuffet. Auch hier sollte mir laut Internetrecherche etwas leckeres geboten werden. Das kann ich nur bestätigen. Man durfte sich selber seinen Kaffee aus dem Vollautomaten holen und es gab leckere Bagels. Auch konnte ich mein Wochenend-Ei essen und somit wurde der Morgen auch zu einem Erlebnis.
Natürlich möchte ich euch auch einen visuellen Eindruck vermitteln. Die Qualität ist nicht ganz so toll, da es halt nur mit dem Telefon fotografiert wurde.
Das Schild sieht man schon vom weiten..
Die Bar im Eingangsbereich
Hmm, was das wohl heißen mag (gefunden in Zimmer 1)
Das stand sicher doch auch in Zimmer 1 (gefunden in Zimmer 2)
Der Fernseher war etwas weit weg vom Bett oder einfach zu klein... Bin mir da nicht sicher.
So ein großes Bett ist echt toll
Falls man mal Zoff mit der Freundin hat...
So versteht jeder, was in dem Hotel besonders ist
Man hätte sich bedienen können, denn eine Minibar auf dem Zimmer gibt es nicht
PS: Ich hatte noch gar nicht erwähnt, wem ich diesen Hoteltest zu verdanken habe. Die eMail wurde mir von den Onlinebotschaftern aus Berlin ermöglicht.
Ähnliche Beiträge:
- Fotonachlieferung So, ich habe versprochen, dass ich noch Fotos nachliefern möchte...
Schlagworte: hamburg, hotel, praxistest









10. Dezember 10 2009 um 11:05 Uhr
Das ist ja mal ‘nen cooler Test. Sowas will ich auch. Einfach mal für ‘ne Nacht ein Hotel testen.
Wie war denn der Service – das Personal nett ? Das Zimmer sauber, wie war der Altersdurchschnitt und wie waren die Preise an der Bar ?
10. Dezember 10 2009 um 11:10 Uhr
Das Personal war super nett, dass hatte ich doch auch geschrieben!?
Die Zimmer waren, wie man auch auf den Fotos sehen kann, super gepflegt. Zum Durchschnittsalter kann ich nicht viel sagen, da ich wenige Kunden gesehen habe, aber was ich sah, war in etwa 25 – 40 (aber sowas kann ich immer schlecht schätzen) Jahre alt.
10. Dezember 10 2009 um 18:58 Uhr
Lieber Peter,
wir freuen uns, dass es Dir bei uns im all seasons in Hamburg so gut gefallen hat. Gleichzeitig bedanken wir uns bei Dir für den Hinweis bzgl. der W-lan Verbindung. Diese haben wir direkt aufgegriffen und die entsprechende Abteilung mit der Umsetzung beauftragt.
Bei Ihrem nächsten Aufenthalt sind Sie dann wieder auf Empfang.
Bis bald also, herzlichen Gruß
Stefanie Holtz
Direktorin
13. Dezember 13 2009 um 12:29 Uhr
Hallo mein lieber Enkel
13. Dezember 13 2009 um 12:34 Uhr
Erneuter Versuch, ich scheine nun doch so langsam senil zu werden? Also lieber Enkel, ich hatte bei meiner ersten Antwort nur geschrieben, daß es prima war, wenn Du einmal umsonst nächtigen konntest. Und damit wurde ja mein alter Spruch verifiziert? Nun ist mir aber dazu – ich meine zu Deiner “Umsonst-Penne” – eine weitere plattdeutsche Spruchweisheit eingefallen, die da lautet: “De Düwel schitt immer up den grötsten Hümpel”. Paßt prima, findest Du nicht auch? Solltest Du hierzu eine Übersetzung benötigen, dann laß es mich wissen.
MfG
OPA