Wenn man dir gibt…
1. Oktober 2009 um 19:28 Uhr von +Peter Siegmund
Ich muss einfach einmal schreiben, was mir diese Woche (bis jetzt) passiert. Dabei bezieht sich die Überschrift auf einen Spruch, den mein Opa mir immer erzählt hat und von dem ich finde, es ist echt etwas dran. Der komplette Spruch lautet dabei “Wenn man dir gibt, so nimm. Wenn man dir nimmt, so schrei.” Wie passt jetzt aber dieser Spruch zu meiner Woche? Das werde ich jetzt erzählen.
Grundsätzlich angefangen hatte es ja Anfang des Monate im Kino Mundsburg. Mittlerweile habe ich auch meinen Kompass bekommen und das sogar problemlos -> Zettel hingelegt und Kompass erhalten. Jetzt gab es aber diese Woche drei Situationen, die es noch toppen können.
Fangen wir chronologisch an. Es ist Dienstag und ich gehe regelmäßig zum Stammtisch der “Hamburg Neulinge” aus dem VZ-Netzwerke (also studiVZ und meinVZ). Dabei ist bei mir der Termin im Café September eigentlich immer Pflicht, womit ich dann garantiert alle zwei Wochen dabei bin. Die Gründe dafür sind sehr einfach. Zum einen ist die Location einfach nett und zweitens kümmert sich auch die Bedienung um einen. Wir haben immer die gleiche Kellnerin (Patrizia) und so braucht man nur zu schauen und bekommt man seinen Drink. Das nenne ich guten Service.
Im Grunde mache ich mir jedesmal einen Spaß daraus, bei Patrizia einen Freidrink zu bekommen, aber das klappt leider nie. Dazu ist sie zu sehr Vollprofi, aber diesmal war alles anders. Ich bestelle mir, warum auch immer, einen Caipirinha. Ich bin (bei unserer großen Teilnehmerzahl) eigentlich Wartezeiten gewöhnt, aber als Patrizia dann die Drink für meine Nachbarn brachte, merkte sie selber, dass ich keinen Drink habe, obwohl ich vorher bestellt hatte. Als ich dann gehen wollte, versuchte ich daraus Gewinn zu schlagen, obwohl ich wusste, es würde nicht klappen. Plötzlich kam der Chef und gab mir eine Flasche Rekorderlig Wild Berries und meinte: “Koste mal bitte und sag mir beim nächsten Mal, was du davon hältst.” Das werde ich dort glatt machen.
Dann wurde Mittwoch und ich ging mit Kollegen zum Sushi in die White Lounge. Das war auf jeden Fall lecker dort, aber das Witzige kam erst hinterher. Die Kollegin meinte zu mir: “Komm, wir holen uns noch einen leckeren Nachtisch beim Bäcker.” Für Süßes bin ich immer zu haben. *zwinker* Es sollte Blätterteig mit Vanillepudding (allgemein bekannt unter dem Namen Nata) werden. In der Auslage waren noch ganze 12 Stück und wir überlegten beide, wie viele wir denn nehmen würde. Ich ließ der Kollegin den Voran und sie nahm 4. Dummerweise wusste ich nicht genau meine Anzahl. Eine Zählung (als Mitbringsel für Kollegen) ergab 5. Die wollte ich dann doch nicht unbedingt mitbringen, also entschied ich mich für 3 (1 für meinen direkten Kollegen und 2 für mich). Ich meinte dann: “Ich nehme 3 und wenn sie mir 4 geben, nehme ich 5.” Daraufhin meinte der Verkäufer nur: “Geht klar.” So bekam ich also 5 für den Preis von 4. Die Kollegin war davon “not amused”. Ich bin froh, dass es nicht nur 3 waren, denn 2 hätte ich sicher nicht geschafft. Sie sind sehr lecker, aber auch extrem süß.
Der Oberhammer ging aber über mehrere Tage und fand heute sein Finale. Ich höre sehr gerne Radio Hamburg via Livestream, weil man dabei so ortsunabhängig ist. Dort gibt es auch einen Club und ich hörte, dass man als Clubmitglied auch bei einigen Veranstaltungen Vorteile genießt. Also das ideale für mich, wie heute ein Kollege meinte. Ich wollte mich also anmelden und musste feststellen, dass mein Nutzername schon vergeben ist. Das passiert in der Regel nur, wenn ich schon angemeldet bin, denn meinen Namen würde so garantiert niemand nutzen. Da ich aber mein Passwort vergessen hatte, wollte ich es mir zusenden lassen. Hier war jetzt eine extreme Sicherheitslücke, denn es wurde meine eMail-Adresse angezeigt. Das fand ich nicht gut und schrieb an die eMail-Adresse aus dem Impressum. Es kam auch sehr flink eine Antwort mit der Info, dass “das komplette System nicht für mich geändert werden könne…”
Es war offensichtlich, dass etwas falsch oder nicht verstanden wurde. Also erklärte ich den Sachverhalt noch einmal ganz genau. Die folgende Reaktion hatte mich dann mehr als überrascht. Ein Danke war zu erwarten und auch eine Änderung, denn es war wirklich nicht in Ordnung. Es kam aber noch besser. Die Kollegin “Anja” bot mir 2 Freikarten für das Miniatur Wunderland und ein Radio Hamburg Überraschungspaket an. Dieses wurde dann heute geliefert und ich freute mich wie ein Kind zu Weihnachten darauf. Ich möchte es euch natürlich auch präsentieren und daher ist nachfolgend ein Foto davon angehängt.

1. Oktober 1 2009 um 20:27 Uhr
Wenn Du so weiter machst, dann ist Hamburg bald arm und wir nennen Dich zukünftig Gustav.
2. Oktober 2 2009 um 09:20 Uhr
Wenn es mal so einfach wäre. Und außerdem hoffe mal nicht, dass ich so einen Bürzel habe, wie der erwähnte Gustav Gans.
Außerdem habe ich gestern Abend nach dem Schreiben des Beitrages noch das Getränk probiert. Ich war in zwei Punkten sehr überrascht. Zum einen schmeckt der Drink echt lecker und zum anderen war ich verwundert, dass es keine Pfandflasche ist.
Wer also auf Mixdrinks steht, der kann gerne ein Rekorderlig Wild Berries testen.
2. Oktober 2 2009 um 10:28 Uhr
Opa hat noch einen deftigen Spruch parat:
De Düwel schitt immer up den gröttsten Hümpel.
Aber sonst finde ich Deine “Abstaube” schon i.O.
OPA
NS: Solltest Du eine Übersetzung brauchen, ruf einfach an!!
2. Oktober 2 2009 um 16:56 Uhr
Coole Abstaube… Ich hatte mal das Glück, als ich abends gegen 10 im Bahnhof Lichtenberg nach Hause wollte, kam eine Frau auf mich zu und meinte “Hey… der Imbiss verschenkt die Brötchen”. Also bin ich zum Imbiss gestapft und habe so getan als wenn ich mich nicht entscheiden könnte – weil einfach hingehen und sagen “Ihr verschenkt Brötchen?” – war mir doch zu doof.
Da meinte der Verkäufer… “Salami? – Kein Problem – Schönen Abend noch” – so war ich um ein (normalerweise 2,- Euro) Brötchen reicher.
7. Oktober 7 2009 um 09:02 Uhr
Na nicht schlecht. Ich würde sagen, wenn der nächste Jackpot im Lotto wieder 8 stellig ist, solltest Du ruhig mal tippen gehen…
Schwesti
PS: Gegenbeispiel: wir waren auf einem Fest in der schönen Hansestadt Anklam, wo man an einem Stand das Gewicht einer Truhe mit Münzen schätzen sollte (aufs Gramm genau). Keine Ahnung, warum wir überhaupt mitmachten, denn man sagte uns, zur Auslosung müßte man am nächsten Tag um 10 Uhr (für einen Sonntag verdammt früh) dort sein. Naja, Andi und ich hoben an, wägten ab, füllten Kärtchen aus. In der darauffolgenden Woche erzählte man uns dann, dass “the Winner” des Schätzwettbewerbes ein Andi Raßmann war. Sein Gewinn wäre ein 200 €- Reisegutschein, aber da er nicht da war, ging der Gewinn an den zweitbesten. Tja, dumm gelaufen. Dazu paßt übrigens auch ein Spruch von Opa: Wer mitspielt, ist vor dem Gewinn nicht sicher!