gravatar [k]ein normales Wochenende

27. Oktober 2008 um 22:44 Uhr von

Ich möchte euch einfach mal berichten, was mir letztes Wochenende so alles passiert ist. Im Grunde eigentlich nichts schlimmes, aber es war doch arg stressig.

Im Grunde fing schon alles am 19.10.2008 an, als ich, wie sonst immer, meine Bahntickets online bestellen wollte. Ich weiß nicht wieso, aber ich konnte eine Woche im voraus keine 29,- EUR Spartickets für meine Standard-ICE-Züge buchen. Somit musste ich für die Rückfahrt schon ein EC nehmen.

Doch richtig nervig wurde es erst am Samstag, als ich wirklich fahren wollte. Meine geplante Abfahrtszeit war auf 8:05 Uhr veranschlagt, was auf einen Samstag doch schon arg früh ist. Ich war, wer mich kennt, kann dies bestätigen, mal wieder überpünktlich auf dem Bahnsteig. Und diesmal musste ich zu meinem Entsetzen lesen:

Zug fällt aus

Na ganz toll, dachte ich so bei mir. Es war gegen 7:35 Uhr und war schon am Anfang bedient. Naja, was macht man? Riiiiiichtig, man versucht rauszubekommen, wann der nächste Zug fährt. Dies war, laut Aushang ein EC und sollte 8:44 Uhr fahren. Dummerweise weiß ich aber, dass der EC ganze 30 Min länger braucht, als mein geplanter ICE. Das Ganze wäre auch nicht so schlimm gewesen, wenn ich nicht zu 11 Uhr mit Maite zum Mittag in der Frankfurter Allee verabredet gewesen wäre und laut Aushang die Ankunftszeit im Berliner Hbf auf 10:56 Uhr datiert wäre.

Um sicher zu sein, ob wenigstens dieser Zug fährt und auch mein Ticket (mit Zugbindung) erlaubt ist, ging ich zu dem Zugabfertigungshäuschen – oder wie immer das auch auf dem Bahnsteig heißt – und wollte fragen. Ganz klar, diese Idee hatten alle, die den ICE um 8:05 Uhr nehmen wollten. Vor mir stand eine Frau und somit ging es zeitlich eigentlich.

Doch dann kam eine Rentnerin zielsicher die Rolltreppe Fahrtreppe runter und drängelte wie selbstverständlich einfach vor. Ich hab ja nix gegen Rentner und wenn sie fragen schon garnicht, aber das war schon arg dreist. Ich hatte mir schon überlegt, wie ich sie runtermache, aber ich war an dem Morgen leider noch nicht schlagfertig genugt, was ich schade finde. 

Um die Zeit zu vertreiben und aus Frust, kehrte ich dann bei BurgerKing ein. Im Gegensatz zu damals hielt mich aber nix davon ab. Doch auch hier ging nicht alles so wie geplant. Ich wollte ein Menü mit einem X-Cream Shake haben, aber die Maschine war nicht bereit. Okay dann nehme ich eben noch Chili Cheese Nuggets, aber auch diese sollten erst 20 Minuten später fertig sein. Danach war meine Laune auf dem Tiefpunkt, doch es sollte noch besser schlimmer kommen.

Irgendwann kam denn mein EuroCity an und ich stieg ein, natürlich ohne Sitzplatzreservierung. Diese war ja für den ICE, der ausgefallen ist. Was jetzt kommt, ist klar oder? Ich setzte mich auf einen Platz mit “ggf. reserviert” und wurde prompt des Platzes verwiesen. Nicht weiter wild, der Platz daneben ist ja “ggf. reserviert” und auch frei. Doch drei Stationen später kamen dann Leute, die den Platz reserviert hatten und schickten den, der mich erst den Platz wechseln lies, auch weg. Er hatte sich in der Wagen nummer geirrt. Kenn ich, ist mir auch mal passiert. Der Zug war voll und ehe ich jetzt lange nach einem Platz suche, blieb ich lieber für die restlichen 45 Min im Gang stehen/sitzen.

Kurz vor 11 Uhr in Berlin ankommend, wollte ich noch klären, wie es sich nun mit meinen 2,- EUR für die Sitzplatzreservierung verhält. Erst da begriff ich, was eigentlich los war. Die Bahn hatte vor kurzem doch wieder einen ICE bei langsamer Geschwindigkeit aus den Gleisen springen lassen und daher fielen sämtliche ICE-T Modelle aus. Ich holte mir also meine Bescheinigung: “ICE xxxx fiel aus” – Als wenn man im heutigen Zeitalter keine Fahrtenlogbücher hat um nachträglich zu prüfen, wann welcher Zug zu spät oder gar ausgefallen ist. Naja, vielleicht ist die Bahn im Zeitalter der Vorratsdatenspeicherung noch nicht soweit. Wer weiß das schon.

Ich kam logischerweise zu spät zum Treffen, aber unser vereinbartes Restaurant war nicht dort wo erwartet und die Alternative sollte auch erst 12 Uhr öffnen, somit war der Tag anfang gerettet. Wir tranken also ein Latte Macchiato (ich hab eben extra gegogglet um sicher zu sein, wie man das schreibt) und gingen dann doch zu einem anderen Chinesen Mittag essen. Es war übrigens sehr lecker und ich hatte eine nette Zeit.

Meine weitere Planung sah ab ca. 13 Uhr Treffen mit Carsten vor, aber das wurde jetzt logischerweise ein wenig nach hinten geschoben. So war das Treffen erst gegen 15 Uhr und wir fuhren zur LAN-Party beim THW Marzahn-Hellersdorf. Ich dachte erst, dass es im kleinen Kreise stattfinden wird, aber weit gefehlt. Wir waren mehr als 20 Leute dort. Klar es gibt größere, aber ich war bis dato auf noch keiner gewesen.

einhorn 300x225 [k]ein normales Wochenende

"Einhorn Marcus"

Gegen 5 Uhr fuhr ich dann mit Carsten, er fuhr und ich schlief fast ein, zu ihm. Netterweise konnte ich dort mein Nachtlager aufbauen und so war ich dann um 6 Uhr (Winterzeit, denn die Uhren wurden umgestellt) im Bett und total erledigt. Bin ja auch um 6 Uhr aufgestanden, wegen eigentlicher Zugfahrt um 8:05 Uhr (siehe Anfang). Mein Wecker stellte ich auf 12 Uhr, weil ich zu 14 Uhr mit meiner Familie am Mexikoplatz verabredet war.

nachts dunkel 300x225 [k]ein normales Wochenende

Nachts ist es wirklich dunkel...

Plötzlich klingte um 8 Uhr – ich war gerade 2 Stunden im Bett – mein Handy. Eigentlich doof, dass ich immer erreichbar bin, aber das ist jetzt unwichtig. Am anderen Ende mein Neffe (3,5 Jahre) und meinte: “Ich kann nicht mehr schlafen.” Wäre das nicht so süß und ich nicht so müde, hätte ich mich echt gefreut. Kurz darauf hörte ich meine Schwester, die mich fragte, wie es denn so auf dem Bahnsteig sei. Da dämmerte es mir und mein  ”Du hast dich im Tag geirrt” wurde mit einem “Oh, dann bis später”, nach einer längeren Pause vorneweg, quittiert.

Als ich dann um 12 Uhr wacher war und aufgestanden bin, rief meine Tante an und meinte, dass mein Termin von 14 Uhr auf 15 Uhr verschoben wurde. So hatte Carsten noch ein wenig mehr Zeit mein MacGyver Staffel 1 zu besichtigen. *zwinka* Ich war dann leider erst zu 15:30 Uhr zum “Termin”, aber das war nicht weiter wild.

Wieder richtig interessant war die Rückfahrt. Mir wurde geraten, statt vom Hauptbahnhof zu fahren, könne ich doch von Südkreuz (früher unter Papestrasse bekannt) fahren. Die Idee klang gut, doch dann las ich dort am Gleis 8 – EC hat ca. 25 Min Verpätung. Das war mir alles egal, denn ich wußte, die ICEs fallen aus und ich habe einen garantierten Sitzplatz und kein Rentner kann mich von diesem Platze vertreiben – höhstens eine Schwangere hätte mich überzeugt.

So kam es dann, dass ich erst zu 23 Uhr – der EC sollte um 19:08 Uhr in Südkreuz abfahren – bei mir daheim war. Ein bissel Zeitverlust war bei BurgerKing für einen Doppelcheeseburger und meine Chili Cheese Nuggets (ja es gab sie endlich) aufgetreten, aber dafür bin ich dann doch U-Bahn und nicht wie erst geplant Taxi gefahren.

Wenn ich also das Wochenende rückwirkend betrachte, kann ich eigentlich nur sagen: Jeder Termin den ich geplant hatte, wurde nach hinten verschoben. Sowas ist doch kein Zufall mehr. Ich freue mich schon auf die Gespräche mit der Bahn wegen meiner 2,- EUR. Die will ich echt aus Prinzip wiederhaben. 

PS: Nachdem ich ja am Samstag mit Maite essen war und sie gestern Abend nochmal vor meiner Rückreise anrief um mich zu verabschieden, erhielt ich heute früh gegen halb 7 eine SMS. Maite ist seit 27.10.08 um 4:10 Uhr eine Mami.

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5 Kommentare zu “[k]ein normales Wochenende”

  1. 1. Opa sagte:

    Hallo Peter,

    da kann ick ja nur schadenfroh seggen: wat bliwst du nich in Hamborch?
    Du mötst ja veel Geld tom Verfohren hebben.

    Un wenn Du dit nu nicht lesen und verstohn kannst, denn ist dat Dien Saak.

    Und segg eis, wecker is Diene Tant? Hürt de nach unser Fomilje?

    Und nu versprek ich Di, dat ich jümmer Diene Blogs lesen so.

    Tschüs ok.

    OPA

  2. 2. Peter (Autor) sagte:

    Klar verstehe ich das. Und für die Hin-/Rückreise hab ich nur 48,- EUR (Sparpreis + Bahncard 25) bezahlt. Das wäre mit Auto bedeutend teurer geworden.

  3. 3. Opa sagte:

    Nu stell Di man vör, woveel Hamborgers Du daför kregen harrst?
    Un Fischbrötchens. Na?

    OPA

  4. 4. Peter (Autor) sagte:

    Genau und weil ich viel spare, wenn ich nicht Hamburg verlassen, kann ich ja meinen Urlaub bei euch auch absagen. *fies-grinz*

    PS: Soll ich echt mal eine Aufstellung machen, wieviele Burger/Fischbrötchen ich dafür bekommen würde?

  5. 5. Opa sagte:

    Na, denn man tau
    OPA

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