In Pinneberg, …
14. September 2008 um 18:24 Uhr von +Peter Siegmund
… in Pinneberg sieht jeder aus wie ein Gartenzwerg. – Dieses Zitat hat mal ein Radiomoderator gebracht und ich muss leider zugeben, dass dies nicht ganz der Realität entspricht. Durch meinen damaligen Arbeitgeber in Berlin hatte ich ja viele Fahrten durch Deutschland gemacht und mindestens auch eine nach Pinneberg. ich kann mich leider an keine Details mehr erinnern, aber ich weiß noch den Namen der Kollegin dort: Frau L. Drevs.
Aber darum soll es heute eigentlich gar nicht gehen. Ich möchte von meiner sportlichen Betätigung im oben genannten Örtchen berichten. Wie schon beim “Sylturlaub” hatte sich in meinVZ eine Truppe gefunden, die gemeinsam Wasserski fahren wollte. Ich hatte es schon damals in Berlin geplant, aber mich nie wirklich getraut.
Am Samstag war es dann soweit und wir trafen uns in Pinneberg zum gepflegten Wasserski fahren. Anfänger fahren für 27,- EUR ganze 2 Stunden und bekommen Neoprenanzug, Schwimmwesten und Wasserski gestellt. Vielleicht nicht gerade das billigste, aber um es mal gemacht zu haben, ist es preiswert genug.
Im Grunde kann ich auch nicht wirklich viel berichten. Die ersten 5 Starts hörten nach gefühlten 20 Metern schon mit einer Schwimmrunde auf – ich konnte mich also nicht halten. Und danach wurde es richtig schnell viel besser. Zuerst kam ich bis zur ersten Kurve, vergaß aber außen zu bleiben und dadurch endete erneut meine Fahrt. Dann hätte ich fast eine komplette Runde geschafft, aber die letzte Kurve (Start/Ziel) habe ich bis zum Schluss nie gepackt. Am schwierigsten waren die Kurven, die eigentlich durch den Seilzug nicht geschmeidig rund, sondern eher eckig waren, wobei es wirklich hilfreich ist, wenn man ganz außen fährt.
Ich fahre wirklich... (Datum war an der Kamera falsch eingestellt)
Was sagt uns dieses? Ich muss/sollte öfter fahren, denn es besteht definitiv noch Steigerungspotential. Alles in allem war es aber ein richtig geniales Erlebnis und ich kann jeden nur empfehlen es mind. einmal gemacht zu haben. Wer natürlich Wellenreiten lieber macht, für den ist dieses Wasserski nur Kinderkram.
Ein Erlebnis hatte ich noch auf der Heimfahrt mit der S3 (Pinneberg -> Stade) bzw. auf der Hinfahrt, denn die Hinfahrt wurde ich das erste Mal kontrolliert und zwar beim Aussteigen. Ich durfte den Bahnsteig nicht verlassen, bevor ich nicht meine Fahrkarte gezeigt habe. Die Präsenz war echt heftig – wäre ich den vorderen Ausstieg gegangen, wäre ich nicht kontrolliert worden, aber egal ich hab ja eine Jahreskarte.
Das Erlebnis auf der Rückfahrt war ganz anderer Natur. Ich hab auf der Hinfahrt schon gesehen, dass der HSV spielt und ich wollte eigentlich “Ole, ole, Hertha BSC” singen, aber mein Leben war mir wichtiger. *grinz* Das Spiel war bei der Rückfahrt zuende und der HSV hatte glücklicherweise gewonnen, dadurch war mir eine ruhige Fahrt garantiert. Pustekuchen, denn als ich die Station Stellingen erreichte, stiegen die HSV-Fans ein und mit ihnen die Kinder…
Ich bin sehr tolerant was Kinder in der Bahn betrifft, aber wenn die Eltern (in diesem Falle die Mutter) die Kinder (hier etwa 6-8 Jahre alt) nicht im Griff hat, dann geht mir echt auch die Gedult verloren. Zum Glück hatte ich meinen MP3-Player bei mir und so musste ich es nur sehen, aber nicht wirklich hören. Was war also passiert?
Es setzen sich mir direkt gegenüber zwei Mädel (max. 7 Jahre) und ein Junge (vielleicht
und damit war das Chaos vorprogrammiert, weil sich 3 Personen auf den Platz von 2 setzen. Die Mädchen versuchten jetzt permanent den Jungen zu “verdrängen”. Wobei sie kompletten Körpereinsatz zeigten (logischerweise mit Schuhe auf den Sitzen usw.). Dabei, und das war das nervenden, wurde kräftig gelacht, wenn sie vom Sitz fielen und mir dann auch ab und zu auf den Fuß traten. Mutter saß neben mir und meinte nur: “Wir sind hier nicht alleine”. “Ganz großes Kino” dachte ich mir nur.
Irgendwann wurde es dann für max. 5 Minuten ruhig und dann ging das Gerangel wieder los. Dann aber so extrem, dass das Mädel in der Mitte sich abstützen musste und mir dann mehrfach ans Knie faßte – Muttern nur: “Das ist nicht mein Knie”. – Genau, es war ja auch meines, aber die Kleine schaute mich nur doof an (ich hatte ja meine Ohrstöpsel drin) und 2 Sekunden später stützte sie sich wieder garantiert unbewußt bei mir ab. Das war aber das perfekte Beispiel dafür, dass diese Frau ihre Kinder nicht im Griff hatte.
Ich der Bahn sah ich dann mir vis-à-vis eine Frau, okay zwischen uns war noch ein Viererplatz und ich konnte sehen, wie sie auch gelangweiligt war. Wir legten beide den Kopf gegen die Wagenwand und hatten mehrfach direkten Sichtkontakt. In ihren Augen sah ich die pure Langeweile, aber leider bin ich schon Jungfernsteig ausgestiegen, wegen der nervenden Gören, die sich sofort um meinen Sitzplatz prügelten.
Schlagworte: meinvz, wochenende

14. September 14 2008 um 21:57 Uhr
Ich habe Dich neun Monate “unter meinem Herzen getragen” – das bist nicht Du. Sowas von mangelnder Eleganz und überhaupt – das bist du nicht. Ansonsten ist die Beschreibung Deiner Bahnfahrt mir insofern vertraut, dass ich mit diesen misserzogenen Gören täglich konfrontiert werde.(dann sind sie fast “erwachsen”)
Und die Frau – ?- Mann, Peter, seufz…
15. September 15 2008 um 07:38 Uhr
Das bin ich. Ich kann den Ausschnitt gerne vergrößern und du wirst sehen, dass die Haare doch etwas schütter sind.
Wie ist denn denn dein letzter Satz gemeint?